Erprobungsstufe (Klassen 5/6)

 

Einstieg:

Nach der Entscheidung für unsere Schule begrüßen wir die Mädchen und Jungen der neuen 5. Klassen mit ihren Eltern bereits vor den Sommerferien an einem „Schnuppernachmittag“, an dem sie ihre Klassenlehrerin oder ihren Klassenlehrer und die Mitschülerinnen und Mitschüler kennenlernen. In der ersten Unterrichtswoche wird nach einem Sonderstundenplan unterrichtet, der dem Klassenlehrer bzw. der Klassenlehrerin und den Kindern Raum für die vielen neuen Erkundungen bietet. Die Woche endet mit dem Einstieg in unser Projekt „Lernen lernen in der Erprobungsstufe“, das stationenweise in den Unterricht des 5. Schuljahres integriert ist. Den Kindern werden die Organisation des Arbeitsplatzes, die Vorbereitung von Klassenarbeiten und die Vermittlung von Entspannungstechniken nahegebracht. Ein Lerntypentest und die Einführung in die Schulcomputernutzung ergänzen dies.


Wahl der gymnasialen Anfangssprache ( Latein / Englisch )

Die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, mit den Anfangssprachen Latein (als zweiter Fremdsprache) oder Englisch (als Weiterführung der ersten Fremdsprache) an unserer Schule zu beginnen. Fällt die Wahl auf Latein, erhalten sie ergänzend drei Stunden Englischunterricht.


Sprachenfolge an der Otto – Pankok – Schule

 

Klasse 5

Klasse 6

Klasse 7

Klasse 8

Klasse 9

Jgst.10

Jgst.11

Jgst.12

Englisch

1. FS

 

 

 

 

 

Latein

2. FS

 

 

 

Latinum

(optional)

Latinum

 

Wahlfach der Qualifikationsphase

 

2. FS

 

 

 

Latinum

Französisch

 

2. FS

 

 

 

 

 

 

 

3. FS

Wahlfach im

Wahlpflicht-bereich

 

 

 

 

 



Neu einsetzende FS

Spanisch

 

 

 

 

 

3./4. FS

 

 

 

 

 

Neu einsetzende FS*

 

                       FS = Fremdsprache

 

Warum Latein?

Latein ist ein wesentlicher Baustein unseres schulischen Profils und ein wesentlicher Bestandteil unserer (Sprach-)Kultur überhaupt. Als Basis für das Erlernen anderer Fremdsprachen bildet Latein den Transfer zu den modernen Fremdsprachen und stellt als ein Grundmodell für Sprache einen wichtigen Stützpfeiler unseres Sprachenkonzepts dar. So ist der Hinweis auf die aus dem Lateinischen entlehnten Wörter in den modernen Fremdsprachen, um auf diese Weise Vernetzungen und ein zeitökonomischeres Lernen von neuen Vokabeln zu gewährleisten, aus dem Lateinunterricht nicht mehr wegzudenken.  
Ziel des Lateinunterrichtes ist die Vermittlung unterschiedlicher Kompetenzen (Sprachkompetenz, Textkompetenz, Methodenkompetenz, Kulturkompetenz).

Der Umgang mit der lateinischen Sprache ermöglicht einen tieferen Einblick in das Funktionieren von Sprache und sensibilisiert für Wortbedeutungen und Bedeutungsunterschiede sowie für die Bedeutung von Fremd- und Lehnwörtern. Nicht nur für das Erlernen von Fremdsprachen, sondern auch für die Ausdrucksfähigkeit im Deutschen ist dies von Vorteil. Das Nachdenken  über Sprache führt automatisch zu einer intensiveren Beschäftigung mit Sprache an sich, was auch eine intensive Beschäftigung mit der (Mutter-)Sprache Deutsch, ja manchmal auch ein „Sprachtraining für Deutsch“ miteinschließt. Zusätzlich lernen die Schülerinnen und Schüler, grammatische Strukturen als Vorbedingung für das Verständnis von Texten zu erkennen und anzuwenden.

Die Schülerinnen und Schüler lernen im Lateinunterricht die lateinische Sprache als ein Fundament der europäischen Kultur und Geschichte kennen und treten im Sinne historischer Kommunikation in einen Dialog mit der antiken Welt ein. In einer Spannung zwischen vertrauter und fremder Welt setzen sie sich mit den Grundfragen der menschlichen Existenz auseinander, die vor zweitausend Jahren schon nahezu die gleichen waren wie heute.

Dies hat auch eine Schulung der in unserer zunehmend multikulturellen Gesellschaft unverzichtbaren Fähigkeit zu Toleranz und Dialog zur Folge. Erwiesenermaßen werden gerade Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 – 12 Jahren durch die Besonderheiten der lateinischen Sprache und die Kontrasterfahrung der antiken Lebenswelt im Vergleich zur heutigen in ihrem Wissensdrang, ihrer Neugierde, ihrer Lernbereitschaft und ihrer Begeisterung für Neues besonders angesprochen.Der Lateinunterricht fordert und fördert Konzentrationsfähigkeit, Genauigkeit und Gründlichkeit durch Lernarbeit und kreatives Denken. Dabei werden auch die individuellen Grenzen der Frustrationstoleranz ausgelotet und gegebenenfalls verschoben. Nicht zuletzt lernen die SchülerInnen im Lateinunterricht grundlegende Techniken des Lernens, die auf andere Fächer übertragen werden können.

Das Latinum, das nach wie vor eine unabdingbare Voraussetzung für viele Studienfächer darstellt, wird am Ende der Klasse 10 erworben. Latein ist eines der Basisfächer, das vordergründig keinen unmittelbaren Beitrag zur Produktions- und Arbeitswelt leistet, aber dennoch jene Schlüsselqualifikationen im Bereich der Wissens-, Methoden-, Medien-, Kultur- und Arbeitskompetenzen bietet und fördert, die für alle Bereiche des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens unabdingbar sind.


Klassenräume:

Die 5. Klassen werden in der Regel im Pavillonbereich unserer Schule untergebracht. Hier haben sie ihr „eigenes Reich“: zwei kleine Schulhöfe mit Baumbestand und drei Tischtennisplatten für Spiel und Vergnügen. Von hier aus erkunden sie dann schrittweise ihre Umgebung in dem großen System des Gymnasiums.

Betreuung:

Um dieses System, die älteren Schülerinnen und Schüler und die Gepflogenheiten an der Schule kennenzulernen, stehen ihnen neben ihren Lehrerinnen und Lehrern seit vielen Jahren Tutorinnen und Tutoren - Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe - zur Seite. Sollte es einmal Streit unter den Kindern geben, können sie sich an ausgebildete Streitschlichterinnen und Streitschlichter (Jahrgangsstufen 10 – 12) wenden, die ihnen helfen, Wege zur Konfliktlösung zu finden. Diese Systeme – Tutoren und Streitschlichter - werden durch einen Sanitätsdienst und einen Cafeteriadienst ergänzt und sind Bausteine unseres Schulprogramms. Hierbei geht es darum, unseren Jugendlichen mehr und mehr die Möglichkeit zur Übernahme von Verantwortung anzubieten, zu der sie in diesen Bereichen professionell angeleitet werden.


Innerschulische Aktivitäten für den Eingangsjahrgang:

Neben der Vielzahl von Unterrichtsfächern, wie sie auch andere Schulen bieten, können die Kinder, meist innerhalb des Stundenplans am Vormittag, freiwillig am Chor oder am Spielkreis teilnehmen. Mehrfach im Jahr findet ein von Schülern und Lehrern vorbereiteter Gottesdienst statt. Ergänzend bieten wir nach den Herbstferien Förderstunden in Deutsch, Mathematik und Englisch an, um anfängliche Leistungsunterschiede positiv auszugleichen.


Außerschulische Aktivitäten:

Eine traditionsreiche Ruderriege, geleitet von Lehrerinnen und Lehrern sowie aktiven Schülerinnen und Schülern, und eine Hockey-AG stehen hier zur Auswahl. Ein Selbstbehauptungstraining wird angeboten. In Zusammenarbeit mit einem Fechtverein werden in unserer Dreifachsporthalle erste Schritte auf der Planche ermöglicht. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen am „Tag der offenen Tür“ zur Verfügung (siehe Terminplan). Darüber hinaus wenden Sie sich bitte - über das Sekretariat - an unseren Erprobungsstufenkoordinator Herrn Junik.


 Stundentafel Sekundarstufe I:

Fächer und Klassen

 

 Klasse 

 Klasse 

 Klasse 

 Klasse

Klasse 

 

Fach

5

      6     

7

8

9

Summe

Deutsch

4

4

4

4

3

19

Mathematik

4

4

4

4

3

19

1.Fremdsprache (L/E)

4

4

4

3

3

18

Geschichte

-

2

2

2

6

Erdkunde

2

-

2

-

2

6

Politik

2

-

2

-

2

6

2. Fremdsprache (F/L)

-

4

4

3

3

14

1. Fremdsprache (ErgE)

3

4

4

3

3

17

Kunst

2

2

1

1

1

7

Musik

2

2

1

1

1

7

Biologie

2

2

-

2

2

8

Physik

-

2

-

2

2

6

Chemie

-

-

2

2

2

6

ER/KR*

2

2

2

2

2

10

Sport

3

3

3

3

3

15

WP**

-

-

-

2/3

2/3

4-6

OS (Kernstunden)

1

-

-

-

-

1

1

1

-

-

-

2

Ergänzungsstunden***

3

1

-

2

2

8

Gesamtwochenstunden

29-31

31

31

30-31

32-33

163

 

FS... Fremdsprache
PK... Politik
WP.. Wahlpflichtbereich
OS...Orientierungsstunden
FÖ... Förderunterricht

 

*     Für den Unterricht in Praktischer Philosophie gilt § 3 Abs. 4 APO - SI

**   Der Wahlpflichtunterricht findet in den Klassen 8 und 9 statt (§ 17 Abs. 3 APO - SI)

*** Für die Ergänzungsstunde gilt § 17 Abs. 4 APO - SI