Otto-Pankok-Schule
(Stand 2005)
I. Vorwort
Unser Schulprogramm skizziert die Grundlagen und den Handlungsrahmen für die am Bildungs- und Erziehungsprozess beteiligten Menschen: Schüler, Eltern und Lehrer. Ausgehend von einer Bestandsaufnahme, die vor allem vorhandene pädagogische, soziale und kulturelle Aktivitäten und Ressourcen darstellt, soll das Schulprogramm auch Ansätze für zukünftige Ziele und Planungen einer gemeinsamen Arbeit bieten. In unserem Schulprogramm wird nicht nur bereits Vorhandenes und Gewünschtes dokumentiert, sondern es ist auch Ausdruck eines Denk- und Arbeitsprozesses, der nicht abgeschlossen ist. Das Programm bedarf deshalb der kontinuierlichen Überprüfung und Weiterentwicklung. Der vorliegende Text ist das Ergebnis gemeinsamer Arbeit von Vertretern der Eltern-, Lehrer- und Schülerschaft. Er wurde am 5. Juni 2001 von der Schulkonferenz verabschiedet und bis Oktober 2004 mehrfach überarbeitet.
II. Unser Leitbild
Namensgeber unserer Schule ist der Künstler Otto Pankok, der 1893 in Mülheim an der Ruhr geboren wurde. Nach dem Besuch der Volksschule wechselte er 1904 auf das damalige Staatliche Gymnasium, den Vorläufer der Otto-Pankok-Schule, an dem er 1912 die Reifeprüfung ablegte. Seit 1974 trägt die Schule seinen Namen.
Nach dem Studium der Malerei und Bildhauerei unternimmt Otto Pankok Reisen durch viele Länder Europas, die seine Werke beeinflussen. Nachhaltig prägt ihn und seine Arbeit ebenso das Leben in einer Arbeitslosen-Siedlung und in einem Zigeunerlager, wo er mehrere Jahre unter den Ärmsten der Armen verbringt. Zu diesen fühlt er sich hingezogen, weil sie mittellos und ausgestoßen sind, aber auch, weil diese Menschen im Zeichen wachsender Einengung des Bürgers durch Bürokratie und Industrialisierung ihre Freiheit bewahrt haben. Nach langer Suche findet er hier die ursprüngliche und wahre Menschlichkeit, die zwar schon bedroht ist von den Zwängen der modernen Welt, aber noch nicht von der Unmenschlichkeit des Nationalsozialismus. Zur Zeit des Nationalsozialismus verbietet man ihm, seine Bilder auszustellen und künstlerisch zu arbeiten; seine Werke werden beschlagnahmt und vernichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg lehrt er als Professor an der Kunstakademie in Düsseldorf. Bis zu seinem Tod 1966 lebt er in Haus Esselt in Drevenack bei Wesel, wo heute seine Bilder im Otto-Pankok-Museum zu sehen sind.
Der Name Otto Pankoks, noch mehr aber sein Wirken und seine Haltung sind uns Vorbild, weil er unter Beweis gestellt hat, dass es möglich ist, gegen menschenverachtende Verhaltensweisen Widerstand zu leisten, Zivilcourage zu zeigen sowie verantwortungsvoll und konstruktiv Kritik zu üben.
Die Gestaltung des Schullebens ist die gemeinsame Aufgabe der Kinder und Jugendlichen, der Eltern, der pädagogischen und nichtpädagogischen Mitarbeiter, der Partner der Schule. Sie alle wirken in gleichwertiger Weise an der Schulentwicklung mit. Schule ist ein Ort demokratischer Lebensform. Der Wille der Mehrheit ist ebenso wichtig wie der Schutz der Minderheit, das Recht des Einzelnen.

Schule ist ein Ort, an dem etwas geleistet werden kann und soll. Maßstab der Leistungsentwicklung sind die Möglichkeiten des Einzelnen; Förderung, Geduld, Ansporn, Verständnis, Fehler und Ausgleich von Fehlern sind Bestandteile des Lernprozesses.
Wir sind offen für neue Perspektiven. Wir verstehen Bildung als wichtigsten Rohstoff für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft.
Unser schulisches und außerschulisches Handeln wird durch die Achtung der Grund- und Menschenrechte, Verantwortung, Mitmenschlichkeit und Toleranz bestimmt.
Für die an unserem Schulleben Beteiligten hat der Aspekt der Verantwortung eine zentrale Bedeutung - sowohl im Rahmen der Erziehung und Ausbildung als auch im Verhalten des Einzelnen sich selbst und seiner Umwelt gegenüber.
Am Gymnasium soll die Studier- und Arbeitsqualifikation junger Menschen auf der Grundlage einer vertieften allgemeinen Bildung und Persönlichkeitserziehung vermittelt werden. Um dieses allgemeine Ziel zu erreichen, zeichnet sich die Gestaltung des Schullebens der Otto-Pankok-Schule, namentlich des Unterrichts, durch die im Diagramm dargestellten Schwerpunkte aus.
III. Inhalte des Lehrens und Lernens
Das Lehren und Lernen an unserer Schule besteht einerseits aus dem Unterrricht, andererseits aber auch aus zusätzlichen Angeboten, Veranstaltungen und Fahrten.
UNTERRICHT

Oberstufe
Das Fächerangebot der Oberstufe umfasst folgende Fächer:
Im sprachlich-literarisch-künstlerischen Aufgabenfeld:
Deutsch, Musik, Kunst, Englisch, Französisch, Latein und Literatur (nur Jgst.12)
Im gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld:
Geschichte, Erdkunde, Sozialwissenschaften, Philosophie, Pädagogik
Im mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Aufgabenfeld:
Mathematik, Physik, Biologie, Chemie,
Außerdem: Religion und Sport
Mittelstufe
Ab Klasse 9 belegen die Schüler für zwei Jahre einen Differenzierungskurs ihrer Wahl. Das Fächerangebot wechselt von Jahr zu Jahr, wobei Französisch als dritte Fremdsprache immer angeboten wird. Andere Fächer können vor allem Kombinationskurse wie
Chemie/Erdkunde,
Geschichte/Wirtschaft
Geschichte/Medien,
Mathematik/Informatik
sein.
Erprobungsstufe
Die Otto-Pankok-Schule ist das einzige Gymnasium in Mülheim an der Ruhr, das neben Englisch auch Lateinisch als erste Fremdsprache in der Klasse 5 anbietet.
Beginnt ein Schüler in der Klasse 5 mit Lateinisch, besucht er verpflichtend einen zweistündigen Englisch-Kurs. Dann ist Englisch die zweite Fremdsprache in Klasse 6.
Bei Beginn mit Englisch kann zwischen Lateinisch und Französisch als zweiter Fremdsprache gewählt werden.
Projektwochen
Beginnend mit dem Schuljahr 2003/04 wird stets in der Zeit unmittelbar im Anschluss an die Herbstferien eine Projektwoche durchgeführt, an der alle Jahrgangsstufen beteiligt sind. Ausgenommen sind die Schüler der Jahrgangsstufe 10, die sich für zwei Wochen im Betriebspraktikum befinden. Der feststehende Termin ermöglicht eine langfristige Planung.
- Überschaubarkeit und Kontinuität werden durch festgelegte thematische Schwerpunkte für jede Jahrgangsstufe gewährleistet.
- In Klassen und Kursen widmen sich die Schüler stets verschiedenen Teilbereichen des Rahmenthemas.
- Bei der Durchführung wird jede Klasse/Kursgruppe durch ein Projekt-Team betreut.
- Die Projekt-Teams können durch schulexterne Experten ergänzt werden.
Zusätzliche Angebote
Förderunterricht in den Klassen 5 und 6 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik.
Arbeitsgemeinschaften:

| Fach |
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Klasse |
| Musik |
Chor |
ab 5 |
| |
Orchester/Spielkreis
|
ab 5 |
| |
Big Band
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ab 5 |
| |
Self*-Band
|
ab 8 |
| Kunst |
Kunst |
ab 5 |
| |
Theater |
ab 7 |
Sport
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Hockey
|
ab 5 |
| |
Ruderriege
|
ab 5 |
| |
Leichtathletik
|
ab 5 |
| |
Fechten
|
ab 5 |
* Self-Band: Schulband, in der Schüler, Eltern, Lehrer und Freunde Rock- und Popmusik spielen
Schulgottesdienste
- Schulgottesdienste (freiwillig) in Anlehnung an kirchliche Feiertage; oft von Schülern im Religionsunterricht mit vorbereitet und gestaltet
- ökumenischer Gottesdienst (freiwillig) für die ganze Schule zu Weihnachten und zum Schuljahresabschluss
_
Kulturelle Veranstaltungen

Die Otto-Pankok-Schule bietet eine Vielzahl kultureller Veranstaltungen, zu denen die Schüler einen wesentlichen Beitrag leisten.
Theater
- Aufführungen der Theater-AG
- Aufführungen der Theater-Kurse (Literatur) der Jgst. 12
- Aufführungen des Kabarett-Kurses (Literatur) der Jgst. 12 (Die OPtiker)
Vorlesewettbewerb
Regelmäßige Teilnahme der Jahrgangsstufe 6 am Vorlesewettbewerb
Kunst
Ausstellungen mit Arbeiten von Schülern innerhalb und außerhalb der Schule. Zusammenarbeit mit verschiedenen Museen und Künstlern der Region.
Musik
Jedes Jahr findet ein Weihnachtssingen für die ganze Schule statt, an dem Chor und Orchester mitwirken
- beim Schulkonzert präsentieren Chor, Orchester und Big Band ihre Arbeit
- im Rahmen des Austausches mit Partnerschulen werden gemeinsame Konzerte veranstaltet
Sport
- Sommersportfest
- Hallenturniere im Basketball, Fußball, Volleyball, Völkerball
Internet
Auch die Möglichkeiten zur Recherche im Internet und allgemein zur informationstechnologischen Grundbildung werden immer besser.
Zur Zeit stehen zwei komplett ausgestattete Computerräume zur Verfügung. Einblicke in die rasante Entwicklung der Computertechnik ermöglicht das Computermuseum.
Von Zeit zu Zeit ist es uns aber auch wichtig, Gelegenheit zum Innehalten, zu Feiern und Veranstaltungen zu geben.
Theater-, Kabarettabende und Musikveranstaltungen
sowie die anlässlich der Kirchenfeiertage und zu wichtigen schulischen Anlässen angebotenen Gottesdienste geben dafür Raum.
Studien- und Klassenfahrten
- in der Regel Klassenfahrten in den Jahrgangsstufen 6, 8, 10, Skifreizeiten sind ebenfalls möglich
- Studienfahrt in der Jahrgangsstufe 13, evtl. ins Ausland (z.B. Italien, England, Frankreich)
- Fahrten mit Chor und Orchester
Soziale Projekte
- Run for help
- Zusammenarbeit mit pro humanum;
- Sach- und Geldspenden in ehemalige Kriegsgebiete, z. B. den Kosovo
Öffnung der Schule nach außen
Berufsorientierung
- zweiwöchiges Betriebspraktikum für alle Schüler der 10. Klasse
Begleitende Maßnahmen:
- Besuch des Berufsinformationszentrums in Oberhausen,
- Besuch von Berufs- und Ausbildungsmessen,
- Berufsberatung in der Jahrgangsstufe 12,
- Möglichkeit für Schüler der Jahrgangsstufe 13, an Studientagen die Angebote der Universitäten kennen zu lernen,
- Teilnahme der Jahrgangsstufen 11 und 12 an der Berufsinformation der drei Mülheimer Rotary-Clubs.
Nutzung von Fachwissen der Eltern zu bestimmten Unterrichtsthemen/ Angebote außerschulischer Lernpartner.
Ermittlung der möglichen Potenziale, die sich für die Otto-Pankok-Schule eröffnen könnten.
IV. Lernumgebung
Wir möchten unseren Schülern eine Umgebung schaffen, in der sie unsere Schule als interessanten und angenehmen Lebensraum empfinden.
Dies beginnt bereits am Tag der offenen Tür - an dem die Viertklässler einen ersten Eindruck von der Ausstattung und Atmosphäre dieser Schule gewinnen.
Die Eltern werden danach in einer Veranstaltung zum doppelten Fremdsprachenbeginn über Lateinisch als Eingangssprache (ergänzt durch zweistündigen Englischunterricht) informiert.
Wenige Wochen vor dem ersten Schultag können die neu angemeldeten Kinder am „Schnupperabend" ihre Mitschüler und Klassenlehrer kennenlernen. Sie erhalten erste Hinweise für einen guten Start nach den Ferien.
Am Beginn ihres Wegs in der neuen, größeren Schule bieten Tutoren - engagierte junge Menschen aus der 11. Jahrgangsstufe -, den Neuankömmlingen ihre Hilfe an und stehen neben dem Klassenlehrer mit Rat und Tat zur Seite.
Vor allem in der ersten Zeit an der Schule sind die Tischtennisplatten auf dem Pausenhof ein wichtiger Treffpunkt.
Eine bedeutende sozial integrierende Funktion hat auch die seit einigen Jahren bestehende und immer mehr florierende Cafeteria - in der die meiste Arbeit von freiwilligen Helfern aus der Schüler - und Elternschaft geleistet wird.
An Nachmittagen können Schüler in freiwilligen Arbeitsgemeinschaften ihren besonderen Interessen nachgehen.
Schulisches Leben in der Informationsgesellschaft muss auch Möglichkeiten zur Wissensbeschaffung bieten. Die Schüler der Oberstufe können im Selbstlernzentrum eigenverantwortlich lernen und durch die Benutzung des Internets und mit Hilfe von Nachschlagewerken ihr Wissen erweitern.
V. Maßnahmen, die das soziale Lernen unterstützen
Elternsprechtag/ Sprechstunden
Über den zweimal im Schuljahr stattfindenden Elternsprechtag hinaus stehen nach vorheriger Absprache alle Lehrer für Elterngespräche zur Verfügung.
Kooperation
In der gymnasialen Oberstufe kooperieren wir seit Jahren mit den anderen Mülheimer Gymnasien. Diese Kooperation, die an den fünf Mülheimer Gymnasien vor allem für ein breites Angebot an Leistungsfächern sorgt, gehört für uns zu einem wesentlichen Bestandteil der Oberstufe, der erhalten und erweitert werden soll. Darüber hinaus wird auch im Grundkursbereich vereinzelt kooperiert.
Terminplan
Jeweils zu Beginn eines Schul(halb)jahres erhalten die Schüler mit dem op-info eine Übersicht über die für die Schule wichtigen Termine.
op-info
Das op-info berichtet jeweils zu Beginn eines Schul(halb)jahres über Personalia und Ereignisse in der Schule.
Schulmitwirkungsgremien
In den Schulmitwirkungsgremien (vgl. "Übersicht zur Schulmitwirkung") haben Eltern, Schüler und Lehrer Gelegenheit, ihre Ideen aktiv einzubringen.
Selbstbehauptungskurse
Für Mädchen und Jungen der 5. und 6. Klassen werden Selbstbehauptungskurse angeboten.
Streitschlichtung
Allen Schülern wird die Möglichkeit geboten, Konflikte, die sie untereinander haben, unter der Leitung eines Schüler-Streitschlichters gemeinsam zu lösen.
Vertrauenslehrer
Bei Problemen können sich die Schüler an zwei Vertrauenslehrer wenden, die vom Schülerrat gewählt werden.
Interessen der Schüler
Die Interessen der Schüler vertritt der vom Schülerrat gewählte Schülersprecher. Zudem kann jeder Schüler in der Schülervertretung (SV) mitarbeiten.
Schüleraustausch
Es existiert ein regelmäßiger Austausch mit Schulen im In- und Ausland. (Z. Zt. Longfield School in Darlington/England)
VI. Information und Beratung
Zu den Schwerpunkten unserer pädagogischen und organisatorischen Arbeit gehören kontinuierliche Information und Beratung. Alle Lehrer informieren und beraten über individuelle Lernfortschritte und Lernschwächen, mögliche Lernhilfen und Fördermaßnahmen sowie über Schullaufbahnen und Bildungsangebote. An Elternsprechtagen und zu anderen festgelegten Terminen werden Information und Beratung angeboten. Information und Beratung zu unterschiedlichen Themen sind Bestandteile der Kommunikation im Kollegium. Dies geschieht auf Lehrerkonferenzen, Fachkonferenzen, Klassenkonferenzen, Dienstbesprechungen und in vielen Einzelgesprächen.
Informationen der Schüler sowie ihrer Eltern erfolgen u. a.
- zu Beginn eines jeden Jahres und am Tag der offenen Tür über den Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule,
- am Ende der fünften Jahrgangsstufe über die Wahl der zweiten Fremdsprache ab Klasse 6,
- am Ende der achten Jahrgangsstufe über den Wahlpflichtbereich II ab Klasse 9,
- am Ende der zehnten Jahrgangsstufe über die gymnasiale Oberstufe.
In der gymnasialen Oberstufe informieren die für die Oberstufenkoordination und für die Leitung der einzelnen Jahrgangsstufen zuständigen Lehrkräfte über
- die Versetzungsordnung am Ende der Jahrgangsstufe 11,
- die Kurswahlen und Schullaufbahnen in Einführungs- und Qualifikationsphase,
- die Regelungen zum Ablegen der Abiturprüfung.
In der Jahrgangsstufe 10 absolvieren die Schüler ein von Lehrern begleitetes vierzehntägiges Betriebspraktikum. Diese erste Berufsorientierung erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Berufs- und Informationszentrum in Oberhausen (BIZ).
Den Schülern der Oberstufe stehen vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung, sich über Studien- und Ausbildungsbereiche zu informieren (z.B. Berufs- und Abiturientenberater der Arbeitsämter, Bewerbungs- und Vorstellungsseminare, Teilnahme an Mülheimer Ausbildungsmessen, Studienberatung der Mülheimer Rotary Clubs, Besuche von Lehrveranstaltungen und Einrichtungen der Universitäten).
Beratungsgespräche zwischen Eltern, Schülern auf der einen und Fachlehrern sowie mit besonderen schulischen Aufgaben betrauten Lehrkräften auf der anderen Seite können und sollten stattfinden bei
- persönlichen und familiären Schwierigkeiten des Schülers,
- Lernproblemen,
- Unstimmigkeiten mit einzelnen Fachlehrern oder mit anderen Schülern,
- Fehlverhalten und Regelverstößen des Schülers,
- Kontaktschwierigkeiten in der Gruppe,
- Überlegungen zu Fach- oder Kurswahlen im Rahmen schulischer Laufbahnen (Schullaufbahn vorbereitende und begleitende Beratung),
- Fragen im Zusammenhang mit der Förderung von Sonderbegabungen.
Im Rahmen des Prinzips Verantwortung, das unsere Arbeit und unser Zusammenleben in der Schule bestimmt, sind wir bestrebt, jedem Schüler eine individuell sinnvolle Schullaufbahn zu eröffnen. Kontinuierliche Information und Beratung dienen deshalb auch dazu, jedem Schüler einen qualifizierten Abschluss zu ermöglichen.
VII. Neue Informationstechnologien Neue Medien

Lernen mit neuen Medien
Das Medienkonzept der Schule hat das Ziel, die Studien- und Arbeitsqualifikation unserer Schüler zu fördern. In Studium und Beruf haben sich mit zunehmender Geschwindigkeit die neuen Medien etabliert, sodass den Schulen daraus die Aufgabe erwächst, ihre Schüler zu einem kompetenten, kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit diesen Medien zu befähigen. An der Otto-Pankok-Schule haben wir schon frühzeitig damit begonnen, die vielfältigen Möglichkeiten des Computers als Arbeitsgerät in der Verwaltung, für den Informationsfluss und für unterschiedliche Gestaltungsaufgaben zu nutzen. Diese Akzeptanz der neuen Technologie im Kollegium war eine wesentliche Voraussetzung für den Einsatz im Unterricht. War der Umgang mit Computern in der Schule früher dem Informatikunterricht vorbehalten, so haben wir mittlerweile einen Ausstattungsstand und einen Vernetzungsgrad erreicht, der die gezielte Nutzung im Unterricht verschiedenster Fächer und für spezielle Lernaktivitäten ebenso ermöglicht wie die Nutzung für die Bewältigung von unterschiedlichsten Gestaltungs- und Verwaltungsaufgaben im Zusammenhang mit Unterricht durch das Kollegium.
Ausstattung der Schule
Die Schule verfügt über ein Netzwerk, das insgesamt 45 Rechner miteinander verknüpft, die alle einen Internetzugang haben. Es gibt zurzeit zwei Computerräume: Raum 115 mit 23 Pentium III-Workstations, einem Lehrer-PC, einem Laser- Netzwerkdrucker, Scanner und einem fest installierten Beamer. Dieser Raum dient auch als Internetcafé.
Raum 101 mit zur Zeit 11 Pentium II-Workstations, einem Lehrer-PC und einem Laser- Netzwerkdrucker. Dieser Raum ist bisher den Informatikkursen vorbehalten. Er soll möglichst kurzfristig auf 18 Workstations aufgestockt und mit einem Beamer versehen werden, um eine vielseitigere Verwendung zu ermöglichen. Des Weiteren befinden sich in allen Fachräumen PCs: Mathematik, Fremdsprachen, Erdkunde, Musik, Kunst, Physik, Biologie, Chemie und Schülerbibliothek, die zu einem Selbstlernzentrum für die Oberstufe ausgebaut worden ist. Im Hauptgebäude sollen mobile Einheiten mit PC/Laptop, DVD-Laufwerk, Beamer und Drucker stationiert werden, deren Einsatz in jeder Klasse ermöglicht wird und die von jedem Klassenraum aus einen Internetzugriff ermöglichen.
Nutzung der neuen Medien
Kernstück der verwendeten Software ist das Office 2000 Paket, das sich auf allen Workstations befindet und dessen Komponenten in fast allen Fächern angewendet werden können. Der reflektierte Umgang mit Medien ist in allen Fächern als verbindlicher Unterrichtsgegenstand in den Lehrplänen vorgesehen. Bei ihrer schulbezogenen Arbeit mit den neuen Medien müssen die Schüler über bestimmte Techniken verfügen, die über die Jahrgänge und auf die verschiedenen Fächer verteilt vermittelt werden.
Hier einige Beispiele der unterrichtlichen Nutzung: Im Rahmen des Methoden-Lern-Programms (das Lernen lernen) erfolgt zunächst zu Beginn der 5. Klasse eine Einführung in die Arbeit mit dem Schulnetzwerk. Mit dem Textverarbeitungsprogramm Word schreiben die Schüler eigene Texte und lernen bei deren Formatierung wesentliche Funktionen des Programms kennen. Darüber hinaus machen sie erste Erfahrungen im unterrichtsbezogenen Umgang mit dem Internet. Im fremdsprachlichen Unterricht erlauben es die neuen Medien den Schülern lehrbuchbegleitend selbst produktiv und kreativ tätig zu werden. Im Englischunterricht wird lehrbuchbegleitend die Software Coach 2000 eingesetzt, die zahlreiche multimediale Übungen zu Grammatik und Vokabelarbeit bietet. Im Politikunterricht (6.Klasse) üben die Schüler das Schreiben, Versenden und Empfangen von E-Mails sowie den kritischen Umgang mit dem Computer. "Medien" ist das Rahmenthema der Projektwoche für die 7. Klassen. Auch in der 8. Klasse liegt ein thematischer Schwerpunkt auf der Behandlung von Medien (z.B. im Deutschunterricht das Projekt “Zeitung und Schule"). Hier sollen die Schüler insbesondere zu einer kritischen Betrachtung der Medien geführt werden.
Internet-Café
Schülern wird zu bestimmten Zeiten ohne speziellen Unterrichtszusammenhang ein Zugang zum Internet in einem der Informatikräume ermöglicht. Eine Benutzerordnung soll helfen, Missbrauch zu verhindern und die Haftungsfragen zu regeln. Die Nutzung geschieht eigenverantwortlich nach Anerkennung der Benutzerordnung, die von den Eltern zu unterschreiben ist. Da dieses Angebot nicht als spezielle Einführung ins Internet zu verstehen ist, werden die notwendigen Kenntnisse im Umgang mit dem Internet vorausgesetzt. Bei Problemen gibt es Hilfe durch die Aufsicht, die auch von sachkundigen und vertrauenswürdigen Schülerinnen und Schülern übernommen werden kann. Die Koordination liegt bei einzelnen Kollegen. Die SV wird in die Organisation eingebunden.
VIII. Evaluation
Evaluation ist die planmäßige Sammlung, Untersuchung und Bewertung von Informationen über schulische Arbeit. Sie soll helfen, diese Arbeit systematisch und nachvollziehbar zu überprüfen. Mögliche Arbeitsfelder sind das Schulleben, die Elternarbeit, die Kooperation mit Partnern der Schule, die Beratungsarbeit an der Schule, die Lehrerausbildung und die Zusammenarbeit mit den Studienseminaren, Projekte und einzelne Schwerpunkte des Schulprogramms. Daneben gibt es als Gegenstand der Evaluation übergreifende Ziel- und Gestaltungsbereiche wie z.B. ein gutes Schulklima oder gemeinsame Werte und Normen. Evaluation an der Otto-Pankok-Schule ist auf die Situation dieser Schule zugeschnitten, d.h. es geht um Themen, Probleme und Fragestellungen, die hier von besonderer Bedeutung sind, bei denen es Unklarheiten gibt und Informationen fehlen. Es ist ein wichtiges Ziel unserer Evaluationsarbeit, Voraussetzung für eine Optimierung der unterrichtlichen Arbeit und des Schullebens zu schaffen. Dabei muss eingeräumt werden, dass wir am Anfang eines Prozesses stehen, in dem wir Erfahrungen mit der Gestaltung von Evaluation sammeln. Deshalb empfiehlt es sich, überschaubare Vorhaben zu planen und durchzuführen, damit für den weiteren Arbeitsprozess Daten und Ergebnisse relativ schnell zur Verfügung stehen.
Die Grundlage aller Evaluationsbemühungen ist der schon bestehende Dialog und Erfahrungsaustausch auf verschiedenen Ebenen, z.B. auf den institutionalisierten Konferenzen. Eine vornehmliche Aufgabe der Fachkonferenzen besteht darin, für die Umsetzung von Richtlinien und Lehrplänen zu sorgen. Mit diesem Auftrag ist die Überprüfung oder notwendige Überarbeitung von Festlegungen verbunden. Das gilt auch für Bereiche der Leistungsbewertung und -kontrolle. Ähnliches geschieht auf den Zeugniskonferenzen, auf denen nicht nur der Leistungsstand einzelner Schüler oder einer Klasse thematisiert wird, sondern nach den Ursachen von Lern-, Leistungs- und Verhaltensproblemen gesucht wird, um geeignete Maßnahmen zur Überwindung dieser Schwierigkeiten zu finden. Eine andere Ebene des Dialogs ergibt sich aus der Zusammenarbeit mit den Eltern. Sowohl in den Pflegschaften als auch in Beratungsgesprächen tauschen sich Lehrer mit den Eltern über Belange der Schüler und zentrale schulische Themen aus. Dies fördert die Kommunikation zwischen Schule und Elternhaus und ermöglicht es, durch die Rückmeldung der Eltern das eigene pädagogische Handeln zu überprüfen.
Der zentrale Überprüfungsbereich der schulinternen Evaluation ist der Unterricht. Spezielle Verfahren zur Ermittlung und zum Vergleich von Leistungsständen sind Bestandteil der Qualitätssicherung und teilweise vorgegeben. In den Jahrgangsstufen 7, 10 und 12 schreiben alle Schüler in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik einmal pro Schuljahr eine Klassenarbeit bzw. Klausur als Parallelarbeit. Abiturklausuren wurden und werden stets durch eine zweite Fachlehrkraft der Schule korrigiert. Seit 1999 wird diese Aufgabe der Zweitkorrektur in einzelnen, vorher festgelegten Fächern auch Lehrkräften anderer Schulen (in Mülheim) übertragen.
Neben diesen Evaluationsbereichen eröffnen Schüler- und Elternbefragungen Gelegenheiten, Aufschlüsse über den Stand der schulischen Arbeit zu gewinnen. Außerdem kann dadurch eine Mitwirkung von Schülern und Eltern an der Schulentwicklung ermöglicht bzw. intensiviert werden. Auch in diesem Sinne sind die schriftlichen Befragungen an der Otto-Pankok-Schule zu verstehen. Bisher wurden befragt:
- die Eltern der Schüler der 5. Klassen (1998, 1999, 2001, 2003);
- die Schüler der 10. Klassen (2000, 2004);
- die Schüler der 11. Jahrgangsstufe (seit 1998 zum Methodenkurs);
- die Schüler einzelner Klassen/Kurse in verschiedenen Fächern.
Die Auswertung und Reflexion dieser Befragungen erfolgt u. a. in der Schulprogrammgruppe, der Lehrer- und Schulkonferenz. Die Ergebnisse werden darüber hinaus durch Schulpublikationen (z.B. op-info) und auf den Klassenpflegschaften (z.B. Klasse 6) einer breiteren Schulöffentlichkeit bekannt gemacht und stehen im ständigen Prozess der Überprüfung.


Otto-Pankok-Schule
Gymnasium
der Stadt
Mülheim an der Ruhr
Von-Bock-Str. 81
45468 Mülheim an der Ruhr
Tel:0208/4553960
www.otto-pankok-schule.de
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