Im Rahmen unseres Sozialwissenschaftsunterrichts haben wir uns intensiv mit den Organen des deutschen politischen Systems beschäftigt: dem Bundespräsidenten, dem Bundeskanzler, dem Bundestag, dem Bundesrat, der Bundesregierung und dem Bundesverfassungsgericht. Ziel des Projekts war es, das theoretische Wissen nicht nur zu erlangen, sondern es so aufzubereiten, dass wir es selbstständig in einer etwa 30-minütigen LdL-Einheit („Lernen durch Lehren“) vermitteln konnten.
Jede Gruppe hatte dabei zwei zentrale Aufgaben: Zunächst sollte das jeweilige Organ mit Modelliermasse modelliert werden. Dabei war es wichtig, das Organ selbst kreativ zu gestalten und es gleichzeitig in Beziehung zu den anderen Organen zu setzen. So entstand am Ende jedes Modells eine Darstellung aller politischen Organe mit dem jeweiligen Organ im Vordergrund.
Diese Modelle halfen uns, komplexe Zusammenhänge anschaulich zu erklären – nicht nur durch visuell gestaltete Präsentationen, sondern auch durch materiell greifbare Modelle.
Für das Modellieren hatten wir drei Wochen Zeit und volle künstlerische Freiheit. Unsere Lehrkraft stellte jeder Gruppe 500 g Modelliermasse und Werkzeuge zur Verfügung, mit denen wir die Masse in Form bringen konnten.
Neben den Modellen entwickelten wir eine Präsentation, die als Grundlage für unsere Lehrphase diente. Dabei war es uns wichtig, die Inhalte verständlich, strukturiert und gleichzeitig spannend zu gestalten. Jede Gruppe verfolgte einen eigenen Ansatz, was zu sehr unterschiedlichen und kreativen Unterrichtseinheiten führte.
Das Projekt verbesserte nicht nur unser Verständnis der politischen Systeme, sondern verdeutlichte auch die Herausforderungen der Unterrichtsgestaltung. Diese alternative Lernmethode bereitete uns große Freude. Neben der gemeinsamen Planung, Gestaltung und Präsentation des Projekts sorgte insbesondere das Modellieren für eine angenehme Abwechslung in unserem Schultag. Insgesamt war es eine abwechslungs- und lehrreiche Erfahrung, die unseren Blick auf Politik und Unterricht deutlich erweiterte.
Emma, Carolin und Maja (Einführungsphase)