"Staying alive!" - Fortbildung zur Reanimationsschulung an der Otto-Pankok-Schule
zuletzt bearbeitet am 04. 02. 2026 (Rei)

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erstellt am 03. 02. 2026
von St. Reinartz
Auftakt mit Bildungsministerin Dorothee Feller
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An der Otto-Pankok-Schule fand am zweiten Februar eine umfassende Fortbildungsveranstaltung statt, bei der sich zahlreiche Lehrkräfte aus ganz Nordrhein-Westfalen auf die Einführung eines neuen Unterrichtsmoduls vorbereiteten. Ab dem Schuljahr 2026/27 sollen Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I verbindlich grundlegende Fertigkeiten der Wiederbelebung erlernen. Die OP-Schule war Gastgeberin einer Auftaktveranstaltung zu diesem wichtigen bildungspolitischen Schritt.

Zu Beginn begrüßte die Schule die Bildungsministerin Dorothee Feller, die in ihrem Vortrag die gesellschaftliche Bedeutung des Themas hervorhob. Sie betonte, dass schnelle und entschlossene Erste-Hilfe-Maßnahmen im Notfall entscheidend sein können und dass Schulen eine zentrale Rolle dabei spielen, junge Menschen zu befähigen, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Wiederbelebung sei kein Spezialwissen, so die Ministerin, sondern eine grundlegende Kompetenz, die jede Person unabhängig vom Alter erlernen könne.

Anschließend informierte Professor Dr. Antje Gottschalk (Florence-Nightingale-Krankenhaus Düsseldorf) über die wissenschaftlichen Grundlagen der Reanimation und machte eindrucksvoll deutlich, dass bei einem Herzstillstand jede Sekunde zählt. Danach konnten sich die Lehrkräfte in mehreren Praxisstationen mit den Abläufen der Reanimation vertraut machen. Dabei stand das leicht erlernbare Handlungsschema „Prüfen – Rufen – Drücken“ im Mittelpunkt. Unter Anleitung erfahrener Trainerinnen und Trainer übten die Teilnehmenden an speziellen Übungspuppen, wie sie in einer realen Notsituation vorgehen würden.

Ein besonderes Highlight war die Beteiligung des Schulsanitätsdienstes der Otto-Pankok-Schule: Die Schülerinnen und Schüler präsentierten nicht nur ihr Wissen, sondern unterstützten die Gäste aktiv an den Übungsstationen. Sie erklärten typische Fehler, gaben Tipps zur Positionierung der Hände und zeigten, wie man trotz Unsicherheit handlungsfähig bleibt. Diese Begegnung zwischen Lehrkräften und engagierten Jugendlichen machte deutlich, wie wirkungsvoll praktische Erfahrungen und gemeinsames Lernen sein können.

Ziel der Fortbildung ist es, möglichst viele Lehrkräfte gut auf die Vermittlung lebensrettender Maßnahmen vorzubereiten. Dadurch sollen Schülerinnen und Schüler künftig sicherer, selbstbewusster und verantwortungsbewusster handeln können, wenn sie Zeugen eines medizinischen Notfalls werden. Die Otto-Pankok-Schule freut sich darauf, mit diesem Projekt einen aktiven Beitrag zur Stärkung der Erste-Hilfe-Kompetenzen junger Menschen zu leisten.