Wusstest du, dass Pilze keine Pflanzen sind? Oder dass man im Mittelalter Kräuter in eine Maske gelegt hat, damit man den „Pesthauch“ nicht riechen musste? Oder dass die Titanic das erste Schiff mit einem Swimmingpool an Bord war? Oder dass der Riesenkalmar das größte Auge aller Tiere hat und es fast so groß wie ein Fußball ist?
Nein? Ich auch nicht. Zumindest nicht bis zu den Wissensmessen der fünften und sechsten Jahrgänge. Denn am Montag und Dienstag stand unsere Schule zum siebten Mal ganz im Zeichen der Wissensmessen. Nach monatelanger Arbeit präsentierten die Schüler:innen ihre Projekte, die sie im zweiten Halbjahr zu selbstgewählten Themen entwickelt hatten. Die Vielfalt der Ergebnisse zeigte eindrucksvoll, wie erfolgreich interessengeleitetes Lernen an unserer Schule bereits etabliert ist.
Die Wissensmesse ist ein wichtiger Baustein der individuellen Förderung an unserer Schule. Die Kinder setzen sich eigenständig im Unterrichtsfach „WE – Wissen Erleben“ mit einem Thema auseinander, das sie besonders interessiert. Sie recherchieren, planen, gestalten und präsentieren ihre Ergebnisse schließlich Schüler:innen anderer Jahrgangsstufen und bei den Sechstklässler:innen zusätzlich auch Familienmitgliedern. So werden nicht nur Fachwissen, sondern auch Selbstständigkeit, Kreativität, Präsentationskompetenz und Durchhaltevermögen gefördert.
Die Besucher:innen erwartete in diesem Jahr auch wieder eine beeindruckende Bandbreite an Themen. So beschäftigten sich einige Kinder mit den Geheimnissen des Marianengrabens, andere erklärten anschaulich die Entstehung von Tsunamis oder die Ursachen und Folgen von Vulkanausbrüchen. Auch die Themen „Mykologie“ und „Schneeflocken“, aber auch ganz alltägliche Themen wie Essen und Essensgewohnheiten waren bearbeitet worden. Technisch Interessierte präsentierten einen echten Automotor und erläuterten dessen Funktionsweise. Auch praktische Projekte sorgten für großes Interesse – beispielsweise der Entwurf und Bau eines Hamstergeheges. Darüber hinaus gab es zahlreiche weitere kreative, naturwissenschaftliche, geschichtliche und technische Arbeiten zu entdecken.
Die Idee und das Grundkonzept der Wissensmesse wurden vor etlichen Jahren unter anderem von Frau Mecklenbeck entwickelt. Mit großem Engagement wurde das Konzept anschließend weiterentwickelt, kontinuierlich ausgebaut und nachhaltig an unserer Schule etabliert. Frau Adamiok organisiert die Veranstaltung mit viel Herzblut, sodass die Wissensmessen mittlerweile zu einem Höhepunkt im Schuljahr geworden sind.
Die Wissensmesse macht jedes Jahr aufs Neue deutlich, mit welcher Begeisterung und welchem Ideenreichtum unsere Schüler:innen ihre Interessen verfolgen. Die vielen Gespräche an den Präsentationsständen zeigen, wie stolz die Kinder auf ihre Leistungen sind und wie viel sie während der Projektarbeit gelernt haben.
Ein herzlicher Dank gilt allen Schüler:innen für ihre engagierte Arbeit sowie den Lehrkräften, die die Schüler:innen während des Halbjahres bei der Erarbeitung der Themen sowie bei den Präsentationen begleitet haben. Ohne die vielen kreative Ideen von euch Schüler:innen, aber auch ohne die Heißklebepistolen, Bastelkartonagen, Magnete und die Unterstützung über das „normale Maß“ hinaus von euch Kolleg:innen wäre diese besondere Form des Lernens und die Wertschätzung von Schülerleistungen nicht möglich.